Überall Terrazzo: Geschichte, Arten und Anwendungen im Innenbereich
Überall Terrazzo: Geschichte, Arten und Anwendungen im Innenbereich

Terrazzo, in den Niederlanden auch häufig Granito genannt, ist ein elegantes Boden- und Veredelungsmaterial, das aus Natursteinstücken (wie Marmor, Granit und Quarz) besteht, die mit Zement oder polymeren Bindemitteln vermischt, ausgehärtet und anschließend poliert werden. Das Ergebnis ist ein wunderschönes, gesprenkeltes Muster, das ebenso robust wie dekorativ ist.
Die Geschichte des Terrazzo reicht bis ins 15. Jahrhundert nach Venedig zurück, wo er als raffinierte Methode erfunden wurde, um Marmorreste für Bodenbeläge wiederzuverwenden. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Terrazzo von einem einfachen, erschwinglichen Terrassenmaterial zu einem edlen Designboden für Paläste und Herrenhäuser. Heute erlebt Terrazzo eine wahre Renaissance in der zeitgenössischen Innenarchitektur. Architekten und Designer schätzen das Material für seine enorme Flexibilität in Farbe und Mustergestaltung sowie für seine extreme Langlebigkeit. Ob im Retro-Stil oder in moderner Ästhetik – Terrazzo bietet eine einzigartige Textur und ein Design, das zugleich traditionell und originell ist.
In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt des Terrazzo ein: von seinen Ursprüngen über die verschiedenen Varianten bis hin zur Integration in Ihr Interieur – von Böden und Treppen bis hin zu Küchen und Badezimmern. Wir geben Ihnen zudem praktische Tipps für die Verlegung und Pflege, damit Ihr Terrazzo-Projekt ein Leben lang hält.

Was ist Terrazzo?
Terrazzo ist ein Verbundwerkstoff. Ein Terrazzoboden wird durch das Mischen von Natursteinfragmenten (meist Marmorsplitter, aber auch Granit, Quarz, Glas oder andere Materialien) mit einem Bindemittel hergestellt, das zu einer soliden Masse aushärtet. Traditionell ist dieses Bindemittel Zement – man spricht dann von zementgebundenem Terrazzo, oft auch als Granito bezeichnet. Heutzutage gibt es auch harzgebundenen Terrazzo, bei dem ein Kunstharz (wie Epoxidharz) die Steinkörner anstelle von Zement zusammenhält. In beiden Fällen wird die Oberfläche nach dem Aushärten geschliffen und poliert, wodurch die Farben und Nuancen der Steinfragmente sichtbar werden.

Das italienische Wort „Terrazzo“ bedeutet wörtlich „Terrasse“, was auf die ursprüngliche Verwendung des Materials im venezianischen Raum hinweist. Ein häufiges Missverständnis ist, dass Terrazzo dasselbe wie Beton sei. Obwohl Terrazzo zementgebunden ist und die Verlegung der von Beton ähnelt, enthält er echte Natursteinfragmente, die für das charakteristische gesprenkelte Aussehen sorgen. Auch der Begriff „Granito“ stiftet oft Verwirrung: Granito ist im Grunde ein klassischer zementgebundener Terrazzo, den man in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts häufig in Wohnhäusern fand, etwa in Eingangshallen und Treppenhäusern. Obwohl die Begriffe in Belgien und den Niederlanden oft synonym verwendet werden, ist „Terrazzo“ der traditionelle handwerkliche Name, während er heute auch oft die modernen Varianten bezeichnet.
Terrazzo ist ein Produkt aus natürlichen Materialien. Er kombiniert das Beste aus zwei Welten: die natürliche Schönheit von Stein mit der Widerstandsfähigkeit eines Industriematerials. Ein hochwertiger Terrazzo ist extrem langlebig und stoßfest und überdauert oft Generationen. Da zementgebundener Terrazzo jedoch natürliche Poren besitzt, bleibt er leicht porös. Flüssigkeiten wie Rotwein oder Zitronensaft können daher Flecken verursachen, wenn sie nicht rechtzeitig entfernt werden. Deshalb muss natürlicher Terrazzo imprägniert und mit milden, pH-neutralen Reinigungsprodukten gepflegt werden (siehe Abschnitt Verlegung und Pflege). Um ein weiteres Missverständnis zu klären: Nein, Terrazzo ist kein massiver Granit; Granit ist ein reiner Naturstein, während Terrazzo ein Verbundprodukt aus vielen Steinstücken ist. Schließlich sind die trendigen „Terrazzo-Fliesen“, die man oft in der Dekoration sieht, meist Keramikfliesen mit einem Terrazzo-Aufdruck; sie sind zwar eine Alternative, aber kein echter Terrazzo. Echten Terrazzo erkennt man an seinem handwerklichen Charakter, den nahtlosen Übergängen und der sichtbaren Tiefe der Steinfragmente in der Oberfläche.
Terrazzo im Wandel der Zeit
Obwohl Terrazzo heute oft als Klassiker oder „Retro-Stil“ des 20. Jahrhunderts gilt, ist das Konzept bereits jahrtausendealt. Schon in der Antike verwendeten Griechen und Römer Böden aus Steinfragmenten, die mit Kalk vermischt waren. Der moderne Terrazzo, wie wir ihn kennen, entstand jedoch im Venedig des 15. Jahrhunderts. Venezianische Handwerker bemerkten, dass Marmorreste aus der Bildhauerei und Steinmetzkunst als wunderschöne Bodenbeläge für die Terrassen rund um ihre Häuser dienen konnten. Sie drückten die Marmorstücke in Lehm oder Kalkmörtel und ließen die Menschen so lange darüber laufen, bis der Boden natürlich poliert war und die Farben des Marmors zum Vorschein kamen. Die Legende besagt, dass anfangs Ziegenmilch verwendet wurde, um die Marmorstücke zum Glänzen zu bringen – ein charmantes Detail aus den Anfängen. Die Technik wurde später verfeinert: Man begann, die Flächen mechanisch zu schleifen und zu polieren, und die Lehmschicht wurde durch Portlandzement ersetzt, sobald dieser verfügbar war.
Verbreitung und Blütezeit: Von Venedig aus verbreitete sich die Terrazzotechnik in ganz Italien und darüber hinaus. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden zahlreiche prachtvolle Terrazzoböden in italienischen Palästen und Villen verlegt. Im 19. Jahrhundert erreichte der Trend Belgien und die Niederlande, wo er vom Bürgertum für öffentliche Gebäude und Wohnhäuser übernommen wurde. Viele italienische Fachkräfte, insbesondere aus der Region Friaul, spezialisierten sich auf das Verlegen und Polieren von Terrazzo. Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Terrazzo ein Statussymbol: Man denke an die Granitböden im Art-Déco-Stil, monumentale Treppenhäuser, Schulen und Kinos. Viele belgische und niederländische Eingangshallen, Küchen und Treppenhäuser der Jahre 1920–1950 sind mit diesem charakteristischen, schwarz-weißen oder bunt gesprenkelten Granito ausgekleidet.
Rückgang und Wiedergeburt: Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Popularität von Terrazzo ab. Neue Materialien (wie Keramikfliesen und synthetische Bodenbeläge) waren billiger und weniger arbeitsintensiv in der Verlegung. Terrazzo wurde als Vorkriegsprodukt wahrgenommen; viele spezialisierte Werkstätten schlossen, und wertvolles handwerkliches Wissen drohte verloren zu gehen. Doch der Trend hat sich umgekehrt. Seit Ende des 20. Jahrhunderts feiert Terrazzo ein großes Comeback, insbesondere in kommerziellen und öffentlichen Projekten. In den USA wurde harzgebundener Terrazzo unter dem Namen „Solid Surface“ populär, und in Europa entdeckten Architekten das Material neu.

Die technologischen Innovationen spielten dabei eine entscheidende Rolle. Durch den Ersatz von Zement durch Epoxidharz wurde es möglich, Terrazzoböden ohne Schwindrisse, in neuen, leuchtenden Farben und auf wesentlich größeren, nahtlosen Flächen zu realisieren. Beispiele hierfür finden sich in Bahnhofshallen wie der IJ-hal im Amsterdamer Hauptbahnhof oder dem Bahnhof von Delft, die in modernem Terrazzo ausgeführt wurden.
In der heutigen Innenarchitektur ist Terrazzo allgegenwärtig. Man findet ihn nicht nur auf dem Boden, sondern auch in Möbeln, Dekorationen und Accessoires. Dennoch bleibt authentischer Terrazzo – ob traditionell zementgebunden oder hypermodern harzgebunden – einzigartig. Er verbindet Nostalgie und Frische mit einem besonderen Stil, der perfekt in zeitgenössische Interieurs passt. Von der angesagten Kaffeebar bis zum minimalistischen Loft bietet Terrazzo eine künstlerische Textur und eine Langlebigkeit, die kaum ein anderes Material erreicht.
Arten von Terrazzo

Terrazzo ist ein vielseitiges Konzept, das je nach Zusammensetzung der Körnung und der Anwendungsmethode in verschiedenen Varianten vorkommt. Wir unterscheiden hauptsächlich zwischen zementgebundenem Terrazzo und harzgebundenem Terrazzo, jeweils unterteilt in vor Ort gegossene (In-situ) Flächen und vorgefertigte Elemente (Fliesen oder Platten). Die Produkte variieren zudem in Korngröße, Farbzusammenstellung und Oberflächenbearbeitung. Hier sind die wichtigsten Details:
Zementgebundener Terrazzo (traditioneller Granito)
Dies ist der klassische Terrazzo, wie man ihn seit über einem Jahrhundert kennt. Der zementgebundene Terrazzo wird mit grauem oder weißem Portlandzement und Wasser als Bindemittel hergestellt, um die Gesteinskörnung zu einer harten Masse zu verankern. Die Mischung, bestehend aus Zement, Pigmenten und Gesteinsgranulaten, wird entweder direkt vor Ort eingebracht oder im Werk zu Fliesen und Platten vorgefertigt, geschliffen und poliert. Zementgebundener Terrazzo wirkt authentisch und natürlich und wird oft auch als „Granito“ bezeichnet.
Die Verwendung traditioneller Terrazzoböden erfordert eine solide Konstruktion: Ein klassischer Terrazzoboden ist ca. 2 cm dick (zusätzlich zum Unterbau) und wiegt insgesamt etwa 40 bis 50 kg pro Quadratmeter. Da es sich um ein mineralisches Material handelt, muss der Untergrund stabil und tragfähig sein. Zementgebundener Terrazzo ist extrem langlebig und hält bei intensiver Nutzung Jahrzehnte. Da die Zementmatrix jedoch von Natur aus porös ist, kann sie Flüssigkeiten aufnehmen. Dies wird verhindert, indem der Boden fachgerecht imprägniert (mit einer Versiegelung versehen) wird, damit Flecken keine Chance haben einzuziehen (mehr dazu unter Installation und Pflege).
Ein traditioneller Terrazzo ist ein handwerkliches Meisterwerk: Er kann mit verschiedenen Mustern sowie Metall- oder Messingstreifen gestaltet werden, was zu prachtvollen Mosaiken führt. Der klassische „Venezianische Terrazzo“ zeichnet sich durch relativ große Marmorfragmente aus, die dem Boden ein edles und lebendiges Aussehen verleihen. Zementgebundener Terrazzo kann sowohl vor Ort gegossen als auch in Form von Fliesen oder Platten verlegt werden.
Stone NV bietet hier verschiedene Optionen aus der Bomarbre Classic Kollektion an: Dazu gehören Terrazzo-Fliesen und Platten mit mittelgrober Körnung (bis zu 25 mm), die in verschiedenen Farben für Böden, Wände, Treppen und Maßanfertigungen erhältlich sind. Eine weitere Besonderheit sind die Bomarbre XXL-Platten: Diese großen Terrazzo-Tafeln werden in Blöcken gegossen und anschließend auf Maß geschnitten. Sie bestehen aus hochwertigem Weißzement und Marmorgranulat in einem Format, das ideal für großflächige Anwendungen ist. In der Werkstatt von Stone NV werden diese XXL-Platten zu Treppenstufen, Arbeitsplatten und Waschtischen verarbeitet.
Ebenfalls erhältlich ist Bomarbre Compact, ein innovativer zementgebundener Terrazzo, der durch Vibrationsverdichtung unter Vakuum hergestellt wird. Dieser Prozess erzeugt eine sehr dichte Struktur, die extrem widerstandsfähig gegen Druck, Wasser, Licht und UV-Strahlen ist. Bomarbre Compact-Fliesen können mit verschiedenen Aggregattypen (Marmor, Granit, Quarz, Flusskiesel) produziert werden und sind in Ausführungen von Hochglanz bis hin zu rutschfesten, gebürsteten oder sandgestrahlten Oberflächen lieferbar. Diese Fliesen vereinen den Charme des traditionellen Terrazzo mit den technischen Vorteilen einer modernen, industriell gefertigten Fliese.
Harzgebundener Terrazzo (Epoxid- oder Kunstharz-Terrazzo)

Neben Zement als Bindemittel kann Terrazzo auch mit synthetischem Harz als Bindemittel angemischt werden. In diesem Fall spricht man von Epoxidharz-Terrazzo, Kunstharz-Terrazzo oder einfach von harzgebundenem Terrazzo. Diese Variante wurde im 20. Jahrhundert entwickelt und erfreut sich zunehmender Beliebtheit; sie ist in Gewerbebereichen wie Einkaufszentren und Flughäfen sowie zunehmend in modernen Wohngebäuden beliebt. Der große Vorteil der Verwendung von Harz als Bindemittel liegt in der Reduzierung von Schrumpfspannungen, wodurch das Risiko von Rissen minimiert wird und sehr große Flächen nahezu fugenlos verlegt werden können. Hierdurch lassen sich große Flächen ohne Unterbrechungen realisieren, was bei traditionellen Zementmischungen schwieriger ist. Da harzgebundene Terrazzoplatten und -fliesen dünner als Zementprodukte gefertigt werden können, ist das Material leichter, behält aber die Festigkeit bei, die benötigt wird, um die Steine stabil einzufassen. Eine typische Epoxidharz-Terrasse hat eine Dicke von ca. 8–15 mm und wird auf einem stabilen Untergrund verlegt (mit einer entsprechenden Grundierung zur Haftung).
Stone NV bündelt diese Produkte in den Linien Bomarbre Marmor-Harz und Bomarbre Quarz-Harz. Bomarbre Marmor-Harz verwendet Marmorkörnungen, die mit hochwertigen Epoxidharzen verklebt werden. Bei diesem Produktionsprozess entsteht ein Terrazzo mit einer intensiveren Farbe als bei der Zementbindung, wobei die Transparenz der Steine besonders gut zur Geltung kommt. Die so hergestellten Platten können in dünneren Formaten produziert werden, ohne leicht zu brechen, und das Produkt ist chemikalienbeständig – ein großer Pluspunkt für Anwendungen in Laboren oder Bereichen, in denen mit Ölen gearbeitet wird.
Die Porosität von Marmor-Harz-Terrazzo ist extrem gering (weniger als 0,3 %), was bedeutet, dass das Material kaum Flüssigkeiten aufnimmt. Bomarbre Quarz-Harz besteht aus Quarzgranulat (Quarz ist eines der härtesten Mineralien) in einer Kunstharzmatrix. Dieses Material besteht zu 95 % aus Quarzgranulat, angereichert mit Farbpigmenten und Bindemitteln. Das Ergebnis ist ein Terrazzo-Produkt, das extrem hart ist und in seiner Robustheit technischen Quarz-Arbeitsplatten entspricht; es ist nahezu unempfindlich gegenüber Flecken oder Feuchtigkeit.
Harzgebundener Terrazzo bietet somit das Maximum an Eigenschaften: Er ist stark, dünn, leicht, nicht porös und kann in modernen Farben realisiert werden, die mit Zement schwer zu erreichen sind (man denke an reinweißen Terrazzo ohne Zementschleier). Ein wichtiger Aspekt ist, dass diese Technik auf spezialisierten Produktlösungen basiert. Auch wenn Epoxid als chemisches Produkt hinsichtlich seiner Umweltauswirkungen kritisch betrachtet werden kann, gibt es jüngste Entwicklungen hin zu biobasierten Harzen, die harzgebundenen Terrazzo nachhaltiger machen.
Terrazzo: Fertigteile oder Gussboden vor Ort (in situ)?
Ob Sie sich für Zement oder Harz als Bindemittel entscheiden – Terrazzo kann auf zwei Arten verarbeitet werden: entweder als vorgefertigte Elemente (Fliesen, Platten, Treppenstufen usw., die im Werk hergestellt werden) oder als Gussboden vor Ort (in situ). Beide Ansätze haben spezifische Merkmale:
- Vorgefertigter Terrazzo (Fliesen und Wandelemente): Hierbei wird der Terrazzo unter kontrollierten Bedingungen im Werk produziert und als fertiges Produkt auf die Baustelle geliefert. Dies können Standardfliesen sein (wie die Linien Bomarbre Classic und Compact von Stone NV), die wie Keramikfliesen verlegt werden, oder maßgefertigte Elemente. Da das Material bereits vollständig ausgehärtet ist, besteht kein Risiko für unvorhersehbares Schwinden oder Risse auf der Baustelle. Da die schwere Bearbeitung (Schleifen, Polieren) in der Werkstatt erfolgt, verkürzt sich die Arbeitszeit vor Ort erheblich. Bei Fliesen entstehen naturgemäß Fugen, die den durchgehenden Terrazzo-Effekt unterbrechen. Durch sehr schmale Fugen lässt sich dies jedoch optisch minimieren. Vorgefertigte Fliesen sind ideal für Projekte, bei denen die Terrazzo-Optik gewünscht ist, aber die Zeit für einen aufwendigen Gussboden fehlt. Sie eignen sich auch hervorragend für Renovierungen: Terrazzofliesen können oft direkt auf einen bestehenden, stabilen Untergrund verlegt werden, ohne die Aufbauhöhe eines kompletten Gussbodens zu benötigen.
- In situ gegossener Terrazzo-Boden: Dies ist die klassische Methode, bei der die Terrazzomischung direkt auf der Baustelle angerührt und gegossen wird. Der Prozess beginnt auf einem stabilen Untergrund (meist ein Zementestrich oder Beton), auf den zuerst eine Grundierung (oft ein Epoxid-Primer für die Haftung) aufgetragen wird. Die Terrazzomasse aus Zement, Bindemitteln, Gesteinskörnung und Pigmenten wird von Hand verteilt und auf die gewünschte Höhe von etwa 15 bis 20 mm gebracht. Sobald die Masse ausgehärtet ist, beginnt der handwerkliche Schleifprozess: Mit Maschinen werden ca. 3–5 mm der Oberfläche abgetragen, wodurch das innere Muster und die Farbe der Steine sichtbar werden. Dieser Prozess erfordert Fachwissen und Geduld, ist aber entscheidend für das Endergebnis. Zum Abschluss werden Poren (sogenannte Pinholes) mit einer Zement- oder Harzschlämme in passender Farbe verfüllt, gefolgt von einem letzten Polierschliff und der Imprägnierung.
Ein Terrazzoboden besticht durch seine ästhetischen Eigenschaften; er wirkt wie aus einem Guss und ist fugenlos, so als bestünde der gesamte Boden aus einem einzigen Stück Stein. Man kann zudem kreativ werden, indem man Trennstreifen oder Intarsien einarbeitet (z. B. Messinglinien oder Einlegemotive). Im Gegensatz zu vorgefertigtem Material wird In-situ-Terrazzo direkt vor Ort gegossen: Die Installation und das Aushärten dauern in der Regel 5 bis 10 Arbeitstage für eine durchschnittliche Fläche. Das bedeutet, dass die Arbeiten in mehreren Etappen erfolgen und Zeit für die Entwicklung der Festigkeit benötigt wird; meist ist ein Terrazzo nach etwa einer Woche voll belastbar. Während der Trocknung kann zementgebundener Terrazzo leicht schrumpfen; Fachleute begrenzen die Rissbildung, indem sie große Oberflächen in Felder unterteilen (Dehnungsfugen von ca. 20 m²) oder spezielle schwindarme Bindemittel verwenden. Harzgebundene Systeme umgehen dieses Problem und ermöglichen die Realisierung sehr großer Flächen ohne Fugen. Ein stabiler Untergrund ist hierbei eine Grundvoraussetzung. Terrazzo-Strukturen sind sehr detailreich, mit ästhetischen Kantenlösungen und harmonischen Übergängen zu anderen Materialien.
Körnungen und Verarbeitung: Vorgefertigte sowie vor Ort gegossene Terrazzoböden können mit verschiedenen Körnungen ausgeführt werden, von äußerst fein (Terrazzo mit Steinchen von nur wenigen Millimetern, auch „Mosaik-Terrazzo“ genannt) bis hin zu sehr grob (Steinstücke von mehreren Zentimetern, die einen dramatischen Effekt erzielen). Die Korngröße beeinflusst die Optik massiv: Während feinkörniger Terrazzo homogener und gleichmäßiger wirkt, ist grobkörniger Terrazzo deutlich markanter und verstärkt den künstlerischen Effekt. Manchmal werden auch verschiedene Fraktionen gemischt, um ein lebendiges Bild zu erzeugen. Bei der Oberflächenbearbeitung gibt es Optionen wie Polieren (Hochglanz), Mattieren (Seidenglanz) oder rutschfeste Varianten (z. B. sandgestrahlt). Ein polierter Terrazzo bringt die volle Farbstärke der Steine zur Geltung, kann aber bei Nässe rutschig sein. Ein mattierter oder gebürsteter Terrazzo hingegen bietet weniger Reflexionen und ist beispielsweise in begehbaren Duschen sicherer. Die Wahl hängt von der gewünschten Ästhetik und der Nutzung ab.
Innenräume aus Terrazzo

Terrazzo ist ein äußerst vielseitiges Material. Da es sich um ein Verbundmaterial handelt, kann es in fast jeder erdenklichen Form gegossen oder verarbeitet werden. Hier ist eine Übersicht über die gängigsten Anwendungen im Innenbereich:
- Böden: Der Klassiker schlechthin. Ein Terrazzoboden verleiht jedem Raum sofort Charakter. Ob Sie sich für einen vor Ort gegossenen Boden oder für Terrazzofliesen entscheiden: Das Ergebnis ist eine strapazierfähige und pflegeleichte Oberfläche. Terrazzo kann in jedem Raum des Hauses eingesetzt werden: vom Flur bis zur Küche und vom Wohnzimmer bis zum Bad. Dank seiner hohen Dichte leitet Terrazzo Wärme hervorragend; er lässt sich perfekt mit einer Fußbodenheizung kombinieren, die die Wärme effizient speichert und im Winter für behagliche Nächte sorgt. In Nassbereichen (Badezimmer, Dusche) empfiehlt es sich, eine matte oder rutschhemmende Oberfläche zu wählen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Im gewerblichen Kontext (Geschäfte, Büros) ist Terrazzo unschlagbar: Er hält intensiver Nutzung stand, und seine Langlebigkeit ist außergewöhnlich. Er gehört zu den wenigen Bodenbelägen, die mit der Zeit durch die entstehende Patina sogar noch schöner werden können.
- Treppen: Eine Terrazzo-Treppe strahlt pures Handwerk und Solidität aus. In Belgien findet man viele Granito-Treppen, die über 100 Jahre alt sind und sich noch immer in hervorragendem Zustand befinden. Heute können Treppen mit vorgefertigten Terrazzo-Elementen verkleidet werden. Stone NV fertigt diese Elemente nach Maß, inklusive Stellstufen und eventuellen Wandsockeln. Das Ergebnis ist eine massive, monolithische Treppe, bei der die Stufen fast nahtlos ineinander überzugehen scheinen. Praktische Vorteile: Terrazzo ist pflegeleicht und extrem widerstandsfähig gegen Abnutzung. Für zusätzliche Sicherheit können rutschfeste Streifen eingearbeitet werden (besonders empfohlen bei Hochglanz-Oberflächen). Eine Terrazzo-Treppe ist ein echter Blickfang im Interieur, der dem gesamten Raum eine edle Note verleiht.
- Wanddekoration: Terrazzo an der Wand? Absolut! Denken Sie an Duschwände, Küchenrückwände, Kaminverkleidungen oder sogar komplette Akzentwände in Wohn- oder Geschäftsräumen. Da Terrazzo in dünnen Platten (z. B. von Bomarbre) hergestellt werden kann, lassen sich exklusive, luxuriöse Wandgestaltungen realisieren. In Badezimmern wird Terrazzo häufig für begehbare Duschen oder Badewanneneinfassungen verwendet. Das Material ist bei fachgerechter Montage und Versiegelung wasserbeständig und zudem hygienisch, da es keinen Nährboden für Schimmel bietet. Die großflächigen Platten minimieren die Anzahl der Fugen, was nicht nur die Reinigung erleichtert, sondern in Wellness-Bereichen und Designer-Badezimmern für eine ruhige, edle Optik sorgt.
- Küchenarbeitsplatten und Möbel: Terrazzo hat die moderne Küche erobert. Eine Terrazzo-Arbeitsplatte vereint das Beste aus zwei Welten: die einzigartige Optik der Gesteinskörnung und die Funktionalität einer Steinplatte (hitzebeständig und kratzfest). Harzgebundener Terrazzo wird besonders gerne für Arbeitsplatten verwendet, da er porenfrei ist; Produkte wie Bomarbre Quarz-Harz sind zudem sehr chemikalienbeständig. Bei zementgebundenen Platten gilt: Säuren (wie Zitronensaft) sollten sofort aufgewischt werden, und eine regelmäßige Imprägnierung ist wichtig, um die Oberfläche zu schützen. Letztlich ist eine solche Arbeitsplatte ein Unikat: Jede Mischung ist einzigartig und kann durch die Wahl der Steine perfekt auf Ihre Küche abgestimmt werden. Stone NV fertigt diese in der eigenen Werkstatt an, inklusive Ausschnitten für Spülbecken und Kochfelder. Auch Möbelstücke wie Couchtische, Empfangstresen oder Lampenfüße aus Terrazzo liegen voll im Trend.
- Sanitärbereiche: In Gäste-WCs und Badezimmern sorgt Terrazzo für eine luxuriöse Hotel-Atmosphäre. Er kann im gesamten Bad eingesetzt werden – vom Boden über die Dusche bis hin zu den Wänden. Wichtig ist auch hier die Wahl einer rutschfesten Oberfläche und eine wasserabweisende Imprägnierung. Selbst Duschwannen können nahtlos aus Terrazzo gefertigt werden. Ein weiteres beliebtes Element ist das Terrazzo-Waschbecken, das oft direkt in die Waschtischplatte integriert wird. Solche Maßanfertigungen wirken wie aus einem Guss, sind monolithisch und wasserfest. Terrazzo ist zudem farbecht und vergilbt nicht durch UV-Licht. Kurz gesagt: Sowohl in puncto Optik als auch Hygiene schneidet Terrazzo in Sanitäranwendungen sehr gut ab. Beachten Sie lediglich, dass keine aggressiven Entkalker auf säureempfindlichem, kalkhaltigem Terrazzo verwendet werden dürfen.

Zusammenfassend ist Terrazzo ein Allrounder im Innenbereich. Das Material ist so vielseitig wie kaum ein anderes: Es ist funktional für den täglichen Gebrauch, ein dekorativer Blickfang und zeitlos im Design. Dank der großen Auswahl an Farben und Körnungen passt Terrazzo sowohl in moderne als auch in klassische Einrichtungen. Durch die Verwendung des Materials für verschiedene Elemente – wie Treppen, Arbeitsplatten oder Böden – entsteht ein harmonisches Gesamtbild. Architekten schätzen Terrazzo, weil es „einem Raum Seele verleiht und gleichzeitig ein erstklassiges Wohngefühl vermittelt“.
Verlegung und Pflege
Ein Terrazzo-Projekt ist erst dann wirklich vollendet, wenn es mit den richtigen Materialien und Techniken fachgerecht ausgeführt wurde. Von der Vorbereitung des Untergrunds über das Verlegen der Platten bis hin zur täglichen Pflege – hier sind die wesentlichen Schritte für ein dauerhaft schönes Ergebnis:
Terrazzo-Verlegung
Vorbereitung und Untergrund: Eine korrekte Verlegung beginnt mit dem Untergrund. Dieser muss stabil, tragfähig und trocken sein. Bei Gussböden ist es entscheidend, dass der Estrich (Dekvloer) so konstruiert ist, dass das Risiko von Rissbildungen minimiert wird. Holzböden sind aufgrund ihrer Flexibilität nicht ideal, können aber mit entsprechenden Verstärkungen (zusätzliche Balken, Entkopplungsmatten) vorbereitet werden. Auch bei der Verlegung über bestehenden Fliesen muss sichergestellt sein, dass diese fest sitzen; Terrazzo kann dann mit einer speziellen Grundierung direkt darauf gegossen oder verlegt werden.
Hinweise zu vorgefertigten Terrazzofliesen/Platten: Das Verlegen von Terrazzofliesen ähnelt dem von Naturstein oder Keramik. Es sollte ein flexibler Kleber verwendet werden, der auf die Position abgestimmt ist. Da Terrazzofliesen oft eine veredelte Oberfläche haben, sollte säurefreier Mörtel verwendet werden, um die Gesteinsfragmente nicht anzugreifen. Achten Sie auf Farbunterschiede zwischen verschiedenen Produktionschargen und mischen Sie die Fliesen beim Verlegen für ein harmonisches Gesamtbild. Beim Schneiden der Platten ist eine Wasserkühlung erforderlich, um Brandspuren zu vermeiden. Nach dem Verlegen werden die Fugen mit einer ebenfalls säurefreien Fugenmasse verfüllt. Nach der Fertigstellung ist eine Erstreinigung und Imprägnierung unerlässlich.
Vor Ort gegossener Boden (In-situ): Das Gießen eines Terrazzobodens vor Ort sollte Spezialisten überlassen werden. Ein wichtiger Punkt ist die konstante Mischung der Terrazzomasse, da Farbabweichungen auftreten können, wenn der Wassergehalt oder der Pigmentanteil variiert. Es wird mit Richtlatten oder Profilen gearbeitet, um eine gleichmäßige Höhe (ca. 15-20 mm) zu gewährleisten. Das Schleifen muss unbedingt unter Wasserkühlung erfolgen, um Staubentwicklung und ein Verbrennen der Oberfläche zu verhindern. Nach dem Grobschliff können kleine Poren („Pinholes“) sichtbar werden; diese werden mit einer feinen Paste in Steinpaste-Qualität verschlossen, um alle Poren zu verdichten. Abschließend wird bis zum gewünschten Glanzgrad poliert. Es ist wichtig, den Boden ausreichend aushärten zu lassen – etwa eine Woche bei zementgebundenem und wenige Tage bei Epoxid-Terrazzo –, bevor er voll belastet wird.
Zusatztipps: Schützen Sie den Boden während der Bauphase, aber erst, nachdem er vollständig durchgetrocknet ist. Eine zu frühe Versiegelung mit luftundurchlässigen Folien kann zu Verfärbungen führen. Verwenden Sie für die Reinigung nach der Verlegung nur neutrale Reiniger. Beim Transport von Fertigteilen ist Vorsicht geboten: Terrazzoplatten sollten immer hochkant (auf der langen Seite stehend) transportiert werden, um Brüche zu vermeiden.
Terrazzo-Instandhaltung
Wenn Terrazzo korrekt verlegt und imprägniert wurde, ist er relativ pflegeleicht. Hier sind die Regeln, damit Ihr Terrazzo über Jahrzehnte schön bleibt:
Tägliche Pflege: Halten Sie die Oberfläche frei von Sand und Schmutz, da diese wie Schleifmittel wirken und den Glanz stumpf machen können. Wischen Sie wöchentlich (oder nach Bedarf) mit pH-neutralem Reinigungsmittel und klarem Wasser. Spezialprodukte für Terrazzo reinigen schonend und erhalten die Schutzschicht. Vermeiden Sie aggressive Reiniger (z. B. Entkalker) oder Entfetter, da diese den Zement angreifen und die Oberfläche porös machen können. Nutzen Sie keine Scheuerpulver oder Stahlwolle; hartnäckiger Schmutz sollte durch längeres Einwirken des Reinigers und eine weiche Bürste gelöst werden.
Regelmäßiger Schutz: Imprägnieren (versiegeln) Sie den Terrazzo regelmäßig, um ihn gegen Flecken und Feuchtigkeit zu schützen. Besonders bei zementgebundenem Terrazzo ist dies entscheidend, da er sonst Wasser und Schmutz aufsaugt. Die Häufigkeit hängt von der Nutzung ab: In stark beanspruchten Räumen alle paar Jahre, in selten genutzten Räumen seltener. Harzgebundener Terrazzo ist zwar dichter, profitiert aber ebenfalls von einer Schutzschicht gegen Kratzer. Prüfen Sie den Schutz, indem Sie Wasser auf die Oberfläche geben – perlt es nicht mehr ab, muss nachimprägniert werden.
Fleckenentfernung: Ein gut behandelter Terrazzo verzeiht viel, aber Schnelligkeit ist wichtig. Wischen Sie Wein, Kaffee oder Öl sofort auf. Für hartnäckige Fettflecken gibt es spezielle Fleckentferner-Pasten. Vermeiden Sie Säuren auf kalkhaltigem Terrazzo (Marmor/Kalkstein): Zitrone, Essig oder Cola können stumpfe Ätzflecken hinterlassen.

Sollte dies doch passieren, kann die Stelle oft mit einer Polierpaste nachbearbeitet werden. Grüner Belag auf Außenterrassen kann mit milden Chlorlösungen oder Algenentfernern beseitigt werden (danach gründlich abspülen). Nutzen Sie keinen Hochdruckreiniger, da der harte Wasserstrahl die Struktur beschädigen kann.
Polieren und Reparatur: Nach Jahren intensiver Nutzung kann Terrazzo an Glanz verlieren. Die gute Nachricht: Er kann jederzeit professionell nachpoliert werden. Fachfirmen können den Boden abschleifen und neu polieren, sodass er wie neu aussieht – ein großer Vorteil gegenüber Vinyl oder Teppich. Kleine stumpfe Stellen können mit Polierwachs für Naturstein aufgefrischt werden. Schwindrisse in zementgebundenem Terrazzo sind meist rein ästhetischer Natur; sie können mit farblich passendem Material verfüllt werden, auch wenn sie nie ganz unsichtbar werden. Achten Sie darauf, Dehnungsfugen zu respektieren und Erschütterungen (z. B. durch unsachgemäßes Bohren) zu vermeiden.
Abschließend: Behandeln Sie Ihren Terrazzo mit Sorgfalt, aber ohne Angst. Er ist ein Material für die Ewigkeit, das mit den Jahren eine wunderschöne Patina entwickelt. Stone NV bietet seit 100 Jahren technische Beratung und die passenden Produkte für die Pflege an. Mit der richtigen Pflege bleibt Terrazzo ein edles Element Ihres Hauses, das über Generationen hinweg Freude bereitet.
Abschluss

Terrazzo repräsentiert das Beste aus handwerklicher Tradition und zeitlosem Design. Von römischen Mosaiken über venezianische Palazzi bis hin zu den Art-déco-Granitböden in unseren Breitengraden: Jeder Terrazzoboden erzählt eine Geschichte von Dauerhaftigkeit und Fachmannschaft. Heute entdecken wir das Material in modernen Interieurs neu, sei es in einem weitläufigen Loft, einem gemütlichen Wohnzimmer oder einem schicken Restaurant. Die Anziehungskraft liegt in der einzigartigen Ästhetik (keine zwei Terrazzo-Oberflächen sind identisch) und der robusten Beschaffenheit. Terrazzo ist eine nachhaltige Investition: Ein gut entworfener und verlegter Terrazzoboden überdauert Generationen und kommt nie aus der Mode.
In Belgien und den Niederlanden ist Terrazzo eine bewusste Entscheidung für hochwertige Innenräume. Wir entscheiden uns für Materialien, die nicht nur schön sind, sondern auch dem Zahn der Zeit im Wohnungsbau standhalten. Das Material ist im Kern recycelbar (da es aus Steinsplittern besteht) und seine extrem lange Lebensdauer macht es zu einem ökologischen Produkt. Zudem bietet Terrazzo eine enorme kreative Freiheit: Farben, Körnungen und Oberflächenbearbeitungen können perfekt auf Ihr spezifisches Projekt abgestimmt werden. Diese gestalterische Freiheit ist ein Trumpf, den man bei anderen Materialien nur selten findet.
Wenn Sie sich für Terrazzo entscheiden, investieren Sie in ein Material, das Ihrem Interieur Charakter verleiht und mit modernster Technologie hergestellt wird. Natürlich liegt der Schlüssel zu einem gelungenen Projekt in der Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Spezialisten. Stone NV, der belgische Experte für Naturstein und Terrazzo, verfügt über eine umfassende Expertise und bietet exklusive Terrazzo-Kollektionen an (Bomarbre Classic, XXL, Compact, Marble & Quartz-Resin), die Tradition und Innovation vereinen.

Unsere Fachleute beraten Sie sowohl beim kreativen Entwurf als auch bei der technischen Ausführung, sodass Ihr Terrazzo nicht nur atemberaubend schön, sondern auch konstruktiv dauerhaft und praktisch in der Pflege wird. Von der kleinen Renovierung bis zum Großprojekt: Wir begleiten Sie von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Terrazzo eine langlebige und elegante Wahl für Interieurs in Belgien, den Niederlanden und darüber hinaus ist. Das Material bringt Farbe, Textur und Persönlichkeit in jeden Raum, sei es im Wohnzimmer, in der Küche, im Badezimmer oder in öffentlichen Gebäuden. Mit der richtigen Materialwahl, einer fachmännischen Verlegung und regelmäßiger Pflege schaffen Sie eine einzigartige Umgebung, die über die Jahre hinweg nur noch an Charakter gewinnt. Terrazzo ist kein vorübergehender Trend, sondern ermöglicht die Schaffung eines einzigartigen Interieurs, in dem Klasse und Komfort Hand in Hand gehen. Lassen Sie sich von den Möglichkeiten des Terrazzo inspirieren und entdecken Sie, wie dieses Material Ihr Projekt auf ein höheres Level heben kann. „Dem Stein Leben einhauchen“ – das ist der Geist des Terrazzo, und genau dabei unterstützt Stone NV Sie gerne bei Ihrem Projekt!
Sind Sie bereit für Ihr eigenes Terrazzo-Projekt? Lassen Sie sich von unseren Experten beraten! Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch und entdecken Sie die Möglichkeiten für Ihr Zuhause.
FAQ (Häufig gestellte Fragen zu Terrazzo)
Was genau ist Terrazzo?
Terrazzo ist ein hochwertiger Verbundwerkstoff. Der Begriff stammt aus dem Italienischen (bedeutet „Terrasse“) und bezeichnet sowohl den traditionellen Terrazzo als auch moderne Varianten mit neuartigen Bindemitteln. In Belgien und den Niederlanden wird oft der Begriff „Granito“ für zementgebundenen Terrazzo verwendet, wobei die Herstellungstechnologie im Kern dieselbe ist.
Kann ich Terrazzo im Badezimmer verwenden?
Ja. Terrazzo eignet sich hervorragend für Badezimmeranwendungen und ist sehr gebrauchstauglich. Wichtig ist, dass die Oberfläche gut geschützt (imprägniert) ist und für den Bodenbereich eventuell eine rutschhemmende Ausführung gewählt wird (geschliffen oder gebürstet statt Hochglanz). So erhalten Sie ein wasserabweisendes und sicheres Badezimmer mit einer luxuriösen Ausstrahlung an Wand und Boden.
Ist Terrazzo für Fußbodenheizungen geeignet?
Ja, Terrazzo leitet Wärme hervorragend und ist ideal für die Kombination mit einer Fußbodenheizung. Das Material speichert die Wärme effizient und gibt sie gleichmäßig ab, was für einen hohen Wohnkomfort sorgt. Besonders bei zementgebundenem Terrazzo sollte auf die richtige Feldereinteilung (Dehnungsfugen) geachtet werden, damit das Material bei Temperaturschwankungen spannungsfrei bleibt.
Wie pflege ich einen Terrazzoboden?
Ein Terrazzoboden ist pflegeleicht, vorausgesetzt, er wurde initial richtig behandelt. Die tägliche Reinigung erfolgt einfach mit dem Staubsauger oder einem Mopp und lauwarmem Wasser mit einem pH-neutralen Reinigungsmittel. Vermeiden Sie aggressive Säuren oder Entkalker. Periodisch (z. B. jährlich) können Sie den Boden mit einer speziellen Steinseife pflegen, die eine schützende Schicht aufbaut. Bei richtiger Pflege behält der Terrazzo über Jahrzehnte seinen Glanz.
Muss Terrazzo imprägniert werden?
Ja, das wird dringend empfohlen. Ein Imprägniermittel (Versiegelung) zieht in die Poren ein und schützt das Material vor dem Eindringen von Flüssigkeiten und Schmutz. Da zementgebundener Terrazzo von Natur aus porös ist, ist eine Imprägnierung hier essenziell. Harzgebundener Terrazzo ist zwar sehr dicht, profitiert aber ebenfalls von einer zusätzlichen Schutzschicht. Es wird empfohlen, die Imprägnierung alle paar Jahre aufzufrischen, um den Schutz aufrechtzuerhalten.
Ist Terrazzo umweltfreundlich und langlebig?
Terrazzo ist für eine extrem langfristige Nutzung ausgelegt. Das Material ist nahezu unverwüstlich und muss im Gegensatz zu vielen anderen Bodenbelägen nicht nach einigen Jahren ersetzt werden, was ihn sehr nachhaltig macht. Da Terrazzo oft aus recycelten Steinsplittern (Restmaterial aus Steinbrüchen) hergestellt wird, hat er eine gute ökologische Bilanz. Obwohl die Herstellung von Zement oder Harz Energie erfordert, macht die extrem lange Lebensdauer den ökologischen Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus sehr günstig. Zudem gibt es moderne Entwicklungen hin zu biobasierten Bindemitteln, die Terrazzo noch umweltfreundlicher machen.